Monatsrückblick März und die rote Bombe
- vor 6 Tagen
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Willkommen im Frühling! Wie ist es dir zum Start in die warme Jahreszeit ergangen?
Wie ich es mir nicht vorstelle...
Ein Teil von mir mag es lieber gar nicht schreiben, aber neulich habe ich einen Streit mit meinem Sohn mehr oder weniger öffentlich ausgetragen und nicht so gemeistert, wie ich es mir wünsche.
Ich wollte mit ihm nach Hause. Er wollte etwas anderes. Ca 10 Minuten diskutierten wir, auf hinterherjagen hatte ich so gar keine Lust und ich war planlos, wie das gut enden soll. Mein Akku war am Ende und ich wollte einfach, dass meine Ansagen funktionieren.
Ihn gegen seinen Willen nach Hause tragen kommt rein körperlich nicht in Frage, abgesehen davon, dass ich nicht so mit ihm umgehen möchte. Für "Akku aufladen" und es dann erneut versuchen war es aber auch der falsche Ort. Kompromissbereitschaft seinerseits? Fehlanzeige.
Das Machtwort!
Wir haben gemeinsam vor einiger Zeit das Codewort "rote Bombe" vereinbart, das dem anderen signalisieren soll "Ich kann gleich nicht mehr, ich spüre schon die Mega-Wut." Das ist weniger als Drohung gemeint und mehr als Pausezeichen: "Stop! Ich kann gleich nicht mehr und suche die Möglichkeit, das hier gemeinsam zu schaffen."
Aber dieses Mal habe ich es nicht geschafft, die "rote Bombe" anzukündigen. Stattdessen habe ich sehr laut geschimpft, dass es für mich reicht. Dass ich nicht mehr kann und nach Hause möchte. Nach diesem Schreck hat er sich von mir nach Hause tragen lassen. Beide haben wir aber weiter in unserer Wut gekocht.
Zu Hause angekommen war endlich die Möglichkeit für Regulation und Co-Regulation.
💡Jeder kriegt Raum für sich.
💡Ich bleibe in seiner Nähe als Zeichen "Ich bin da, wenn du mich brauchst."
💡Obst und Wasser zur Stärkung für den Sohni
💡Sein Wutausbruch wird zu dem Zeitpunkt nicht weiter kommentiert oder bewertet.
Warum ich am Ende gelacht habe.
Als ich so da saß und meinem Gefühl nachspürte, merkte ich, wie frustriert ich darüber war, dass es nicht so klappte, wie ich es brauchte. Dass mein Sohn nicht so klappte, wie ich es brauchte, als mein Akku leer war. Und in dieser Pause, mit etwas Abstand zur Situation kam mir, welches Potential mir mit meiner Mutterschaft eigentlich geschenkt ist!
♥️Weich werden wo meine Gedanken hart sind.
♥️In Verbindung gehen, wo ich am liebsten voran gehen möchte.
♥️Mein Herz weiten, wo mein Gefühl keine andere Option erkennt.
Es klingt schmalzig, aber ich habe gelacht und meinem Sohn gedankt dafür, dass er so ist wie er ist und dass er mir nicht die Chance gibt, auf alten, ausgetrampelten Wegen weiterzugehen. Wir haben uns vertragen und ich kann mir verzeihen, dass ich keine fehlerfreie Mutter bin.
Warum erzähl ich dir das jetzt?
All das wäre mir nicht möglich gewesen, wenn ich nicht angefangen hätte, meine Gefühle wahrzunehmen und mich um sie zu kümmern. Wenn ich nicht angefangen hatte, meine Werte in den Mittelpunkt zu stellen und mich von Erwartungen und Familienlasten zu lösen. Klar, gelingt mir das auch nicht immer, aber ich bin der Meinung, dass wir ohnehin nicht irgendwann "fertig" sind und ab da nur noch "richtige" Entscheidungen treffen. Es ist eine wunderschöne Reise, zu unserem Kern und unserem Herzen, die auch du antreten kannst.
DEEP WORK ist eine tiefe 1:1 Begleitung für Frauen, die ihr Leben aktiv gestalten wollen. Wenn du es satt hast, dich im Alltag nur noch nach den Erwartungen an dich zu richten und bereit bist, die Plätze neu zu verteilen, um in dein Next Level-Leben einzusteigen, sichere dir deinen Platz.
Mein Lieblingssatz aus einer Aufstellung diesen Monat: "Ich habe gerade zum ersten Mal an keiner Stelle in meinem Körper dieses Schuldgefühl."
Jetzt loslegen, Frieden mit deiner Familiengeschichte schließen und wirklich etwas verändern! 💫
Viel Liebe von meiner Seele an deine, mit allem was da ist! 💗 Ich feiere dich für jedes Nichtstun, jede innegehaltene Minute und jedes Gefühl, das du fühlst! |
Von Herzen,
Wiebke
PS. Bücher des Monats sind der Roman "Das Geheimnis der Queenie Hennessy" von Rachel Joyce (eine wunderbare Geschichte über das Leben im Hospiz und Schuldgefühle) und "Der Tätowierer von Auschwitz" von Heather Morris (eine wahre Geschichte über einen Gefangenen, der das KZ nicht nur überlebt, sondern dort auch seine zukünftige Ehefrau kennengelernt hat).

Instagram-Beitrag des Monats
Auf einer Skala von 1 bis 10, wie wichtig ist es dir dass andere dich nicht für eingebildet halten?
Und wie gut kannst du die Eigenschaft "perfekt" für dich beanspruchen?
INNERE SICHERHEIT | DA BLEIBEN KÖNNEN | GEFÜHLE AUSHALTEN | VERBINDUNG STATT KONTROLLE | SICH SELBST NICHT VERLIEREN | RAUM FÜR GEFÜHLE | MUTTERSCHAFT | WUT | INNERE KRITIKERIN | FAMILIENGESCHICHTE
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